Dieses Jahr waren wir fast mit dem identischen ODW-Team wie letztes Jahr unterwegs und es hat mal wieder alles sehr gut gepasst. Die Zusammenarbeit mit dem ODW-Team war sehr intensiv und schön! Wir von GLOBOLAB haben uns mal wieder sehr wohl gefühlt. Explizit hier an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Edith, Eva, Antonia, Wolfgang, Markus und natürlich Martin ! Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren war GLOBOLAB dieses Jahr zu dritt vor Ort. Doris und Nils sind beide sehr froh darüber, dass eine neue Ausbilderin (Kristina) rekrutieren werden konnte. Kristina ist diplomierte MTLA und ebenfalls spezialisiert auf die Mikrobiologie. Sie hat sich vom ersten Tag an voll eingebracht, ist sehr gut teamfähig, hochkompetent und darüber hinaus auch sehr nett. Doris und Nils haben ihre Mitarbeit sehr genossen. Liebe Kristina: Willkommen im Club! In Lunsar waren darüber hinaus auch noch zwei spanische Kinderärztinnen und eine griechische Ernährungswissenschaftlerin anwesend. Wir alle hatten eine gute Zeit. Auch die fachliche Zusammenarbeit mit den Katalaninnen war höchst erfreulich. Aufgaben Für den Einsatz 2018 standen die folgenden Aufgaben an: Zunächst sollten wir natürlich wieder unsere schwarzen Kollegen schulen; allen voran unseren mittlerweile sehr gut arbeitenden Abdul und eine neue namens Felicia. Eine dritte schwarze Kollegin – Juliet – war ab und zu, sofern sie neben ihrer Tagesroutine Zeit fand, bei den Trainingseinheiten anwesend und wurde dann natürlich auch mit einbezogen. Ein weiterer Punkt auf der GOBOLAB-to-do-Liste war ein 1,5 Stunden Vortrag über antimikrobielle Resistenzen und deren Bekämpfung für alle Klinikärzte und anderes Fachpersonal. Patienten Insgesamt haben wir 29 Wunden von 28 Patienten ausgetestet, wobei dieses Jahr weniger 'Patienten von der Straße' kamen, dafür mehr aus dem OP. Besonders schön waren dieses Jahr diverse Rückmeldungen von ehemaligen Patienten der letzten Jahre. Insgesamt haben sich – unaufgefordert – fünf Patienten gemeldet, deren Wunden mittlerweile vollständig ausgeheilt sind. Diese Wunden waren teilweise so groß, dass sogar wir Zweifel hatten ob sie ohne chirurgische Eingriffe überhaupt ausheilen können, zumal viele dieser Wunden seit mehreren Jahren offen waren. Vier dieser fünf Patienten kamen sogar in die Klinik, so dass wir uns selbst ein Bild von der Heilung machen konnten. Für uns ist das besonders wichtig weil es uns, den GLOBOLAB-Mitgliedern und allen Spendern belegt, dass unser Engagement nicht nur theoretisch, sondern wirklich auch praktisch 'am Patienten' erfolgreich ist. Chlorhaltige Wundspüllösung Die mittlerweile endgültige chlorhaltige Wundspüllösung wurde fest eingeführt. Hier die richtige Konzentration zu finden war nicht ganz so trivial wie man sich das vielleicht denken könnte - die wissenschaftliche Literatur diesbezüglich ist vor allem hinsichtlich der Chlorkonzentration nicht einheitlich. Man muss einen goldenen Weg finden der eine maximale Wirksamkeit mit einer minimalen Hautirritation kombiniert. Technische Hilfeleistungen Über die reine Mikrobiologie hinaus wurden diverse Reparatur- und Wartungsarbeiten im Labor und im OP durchgeführt. Zwei Mikroskope wurden repariert, bei einem dritten wurde ein Service durchgeführt und der Autoklav im Labor wurde repariert. Außerdem wurde im OP eine neue OP-Leuchte installiert. Diese war eine Spende der Firma Dr. Mach aus Ebersberg an den ODW und damit letztendlich an “unsere” Klinik in Lunsar. Für die Anpassung an den OP in Lunsar musste GLOBOLAB einen ca. 10 kg schweren Adapter herstellen - wie gut, dass wir auch eine Schlosserwerkstatt haben mit Schweißgerät, Drehbank etc.pp. Die Lampe hängt mittlerweile im OP Nr. 1 und auch hier muss das Komplettteam genannt werden: ohne die Mithilfe aller (Gewicht) wäre dies nur schwer möglich gewesen. Resümee Aus Patientensicht gesehen war der Einsatz wirklich erfolgreich und auch die Weiterschulung von Abdul hat sich richtig gelohnt! Es liegen zwar diverse Anfragen anderer Kliniken in Afrika vor, mindestens jedoch ein weiterer Einsatz in Lunsar steht jetzt schon fest. ...und wie immer, ein paar Eindrücke: © Globolab e.V. 2009 - 2016 Teilgenommen haben: Doris – Leitende MTLA - KK Ebersberg; Ausbilderin Kristina – MTLA; Ausbilderin Edith – OP-Schwester; Kontaktperson OP Nils - Bioingenieur; Ausbilder zusammen mit einem SUPER-Team des ODWs